Der Himmel ist grau, die Luft bleiern. Meine wathosenbewehrten Beine teilen den gemächlich fliessenden Waldbach. Schwedische Mücken surren um meinen Kopf. Hochkonzentriert binde ich eine weitere künstliche Fliege an das Vorfach meiner Schnur. Eine Fliege habe ich bereits an einen überhängenden Birkenast verloren. Nun liegt das Federkonstrukt auf dem Wasser, ich bewege die Rute mit der rechten Hand hinter den Kopf, ziehe gleichzeitig mit der Linken Schnur von der Rolle und führe die Wurfhand wieder nach vorne. Immer schön im 1 Uhr – 10 Uhr-Takt. Die Schnur schlängelt sich aufs Wasser, das Vorfach mit der Fliege landet sachte am vorgesehenen Ort und treibt mit dem Bachlauf auf den Fisch zu. Er beisst, ich hake an. Die Rutenspitze küsst das Wasser. Ich lasse nach, ziehe wieder an. Und nach einer wunderbar kurzen Ewigkeit lande ich das Tier an. Die Forelle windet sich im fremden Element und funkelt wie ein Edelstein im fahlen Licht. Soweit die Idee. Aber jetzt gilt es erstmal diese vermaledeite Schnur durch das enge Öhr zu fädeln.
Ort: Schweden und überall wo es Salmoniden zu fangen gibt
Ausrüstung: Fliegenrute und Fliegen (künstliche Köder), Kescher, Wathose, Messer, ev. Patent
Zu beachten: Fairness und Dankbarkeit gegenüber dem gefangenen Lebewesen
Erlebnis: Spirituell, Fun